Ratgeber: Heizen in der Mietwohnung – sparen ohne Umbau
Als Mieterin oder Mieter haben Sie auf die Heizungsanlage nur wenig Einfluss: Welche Heizung eingebaut ist, wie gut das Haus gedämmt ist und wann saniert wird, entscheidet der Vermieter. Trotzdem gibt es viele Möglichkeiten, Heizkosten zu senken und es sich gemütlich zu machen, ganz ohne bauliche Veränderungen. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es ankommt.
So setzen sich Ihre Heizkosten zusammen
In Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizung werden die Heizkosten in der Regel zum Teil nach Ihrem tatsächlichen Verbrauch und zum Teil nach der Wohnfläche verteilt. Das bedeutet: Wer weniger über die Heizkörper heizt, senkt vor allem seinen verbrauchsabhängigen Anteil. Ein Grundanteil fällt unabhängig davon an. Schauen Sie sich Ihre Heizkostenabrechnung einmal genau an, um zu sehen, wie hoch der verbrauchsabhängige Teil bei Ihnen ist.
1. Heizkörper richtig nutzen
- Heizkörper nicht mit Möbeln oder Vorhängen zustellen, damit die Wärme frei in den Raum gelangt.
- Gluckert der Heizkörper oder wird er oben nicht richtig warm, sollte er entlüftet werden. Sprechen Sie im Zweifel Ihre Hausverwaltung an.
- Programmierbare Thermostatköpfe lassen sich in vielen Fällen ohne Werkzeug gegen die vorhandenen tauschen. Bewahren Sie die Originale auf, damit Sie sie beim Auszug wieder anbringen können, und klären Sie das im Zweifel vorher mit dem Vermieter.
2. Wärmeverluste ohne Umbau reduzieren
- Selbstklebende Dichtungsbänder an Fenstern und Türen und ein Zugluftstopper vor der Wohnungstür helfen gegen Zugluft und lassen sich rückstandsarm wieder entfernen.
- Dicke Vorhänge und nachts geschlossene Rollläden verringern Wärmeverluste über die Fenster.
- Teppiche machen kalte Böden angenehmer.
3. Zonenheizung: Wärme zum Mitnehmen
Ein großer Vorteil für Mieter: Eine Zonenheizung wie der Aura Heizteppich wird nicht eingebaut. Sie legen ihn einfach dorthin, wo Sie sitzen, und schließen ihn an die Steckdose an. Es wird nicht gebohrt, nichts verlegt und nichts an der Heizungsanlage verändert. Und wenn Sie umziehen, nehmen Sie ihn einfach mit.
Weil der Heizteppich die Wärme direkt am Aufenthaltsort liefert, können Sie die Heizkörper im Raum etwas herunterdrehen. Das senkt Ihren verbrauchsabhängigen Anteil an den Heizkosten. Der Strom für den Heizteppich läuft über Ihren eigenen Stromvertrag. Mit Timer oder Präsenzerkennung heizt er nur dann, wenn Sie wirklich da sind.
4. Auf Feuchtigkeit und Schimmel achten
Wer sparen will, sollte die Wohnung trotzdem nicht zu stark auskühlen lassen. Kalte Wände begünstigen Kondenswasser und Schimmel, und als Mieter sind Sie verpflichtet, durch angemessenes Heizen und Lüften dazu beizutragen, dass kein Schimmel entsteht. Als Faustregel gilt: Wohnräume nicht dauerhaft unter etwa 16 °C absinken lassen und mehrmals täglich stoßlüften. Ein einfaches Hygrometer zeigt Ihnen, ob die Luftfeuchtigkeit im grünen Bereich liegt.
5. Selbst Strom erzeugen
Seit Oktober 2024 haben Mieterinnen und Mieter einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass ihnen ein Balkonkraftwerk erlaubt wird. Die Zustimmung des Vermieters müssen Sie trotzdem einholen. Mit eigenem Solarstrom lässt sich eine Zonenheizung vor allem in der Übergangszeit und tagsüber im Homeoffice teilweise direkt versorgen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Balkonkraftwerk.
Fazit
Auch ohne Einfluss auf die Heizungsanlage können Mieter viel tun: Heizkörper richtig nutzen, Zugluft stoppen, gezielt dort wärmen, wo man sitzt, und dabei Feuchtigkeit im Blick behalten. Eine mobile Zonenheizung passt perfekt dazu: kein Umbau, keine Genehmigung für bauliche Veränderungen, und beim nächsten Umzug kommt sie einfach mit.





